Freitag, 4. September 2026

Teil 6 Glacier NP (USA) und Weiterreise zurück nach Kanada bis PP Wirting on Stone

 27. August: Wir waren letzte Nacht auf dem KOA Camping in East Glacier, da alle Campingplätze im Glacier NP ausgebaucht waren. KOA ist nicht so billig ($110.00) aber dafür bekommt man alles. Wir machen uns früh auf den Weg zum Logan-Pass in Glacier NP, wir haben geplant von dort zum Hidden Lake zu wandern. Der Himmel ist leicht mit Wolken überzogen, so dass es angenehm ist. Trotz der frühen Morgenstunde hat es schon unheimlich viel Touristen unterwegs. Wir machen unterwegs noch einen kurzen Stopp bei dem Outlook von Goat Island.


 


Danach geht es ab bis zum Logan-Pass auf 2200 m.ü.M. 




Wir sind nicht die einzigen welche diese Wanderung machen, entsprechend viel "Verkehr" hat es auf dem Trail.

Unterwegs begegnet uns noch ein Murmeltier. Nach 2.5km und knapp eine Stunde sind wir beim Outlook vom Hidden-Lake.





 Es ist immer wieder ein herrlicher Ausblick auf diesen See, obschon heute die Sonne nicht scheint. 



                                Video Trail Hidden Lake

Es ist unverkennbar, dass wir in der USA sind, uns ist ein Wanderer begegnet, der hat auf der Brust eine Bodycam, am Gürtel zwei Bärensprays und ein Schulterholster mit einer Pistole. Das macht Eindruck, so dass jeder in einem gesunden Abstand von diesen Turi geht. Alsbald machen wir uns auf den Rückweg, dort kreuzen such unsere Wege noch mit einer Bergziege.


Video Bergziege

Zurück beim Logan-Pass nehmen wir die atemberaubende Passstrasse Richtung West Glacier. 







Mit unsere Fahrzeugbreite von fast 2.4m gibt es ein paar Stellen wo das kreuzen nicht möglich ist.   Video Sun-Road Logan-Pass West Glacier  

Einen Zwischenstopp gibt es bei der Mc Donald Lodge, welche direkt am namengleichen See liegt. 

Angeblich wir dort mit Swiss-Chalet Style geworben, naja sowie Swissness ist da nicht ersichtlich.




Geplant wäre noch eine Wanderung beim Avalanche Creek gewesen, trotz der vielen Parkplätze ist es unmöglich einen Parkplatz zu finden. Es ist enorm wie viele Touristen dieser Park anzieht. Wir werden sicher nie mehr zu dieser Zeit diesen Park besuchen.

Für diese Nacht haben wir beim Fishcreek Campground vor zwei Tagen noch den letzten freien Platz gebucht. Der Campingplatz hat zwar keine Services aber dafür sehr ruhig gelegen.

 28. August: Wir gehen es ruhig an, unsere Nachbarin ist schon seit einer Zeit an ihrem morgendlichen Workout mit "Yogamätteli" und 10kg Hanteln. Ich stemme ein paar Butterbrote, (mit Meersalzbutter) einen Kaffee, dazu noch ein Müesli. Ich finde das ist auch ein gelungener Start in den Tag. Heute machen wir einen Abstecher nach Whitefish, dieser Ort ist berühmt für sein Downtown, welches im "old" Style gebaut ist und erhalten bleibt. Unterwegs in "Hungry Horse"


Es gibt es ein paar Trödlerläden welche wir besuchen und ein paar "alte" Andenken kaufen. Zugleich erfahren wir die Story von dem ungewöhnlichen Namen dieser Ortschaft. 




Übrigens sind wir hier im Huckleberry Land, es wird alles mit diesen Beeren vermischt, Schokolade, Wein, Bier, Milch u.s.w.
















Aufgetankt und der Kühlschrank nachgefüllt geht es nach Whitefish.

 

Wir finden Whitefish als einen "coolen" Ort, hier ist noch ein Stück real Montana vorhanden. Sogar ein Stück Schweizer Geschichte ist hier zu finden. 





Für die Nacht haben wir einen Campingplatz auf dem KOA Camping bei Whitefish gefunden.




29. August: In der Nacht hat es kurz mal geregnet, jetzt ist es soweit wieder trocken. Ich habe mein Frühstück umgestellt auf WASA Knäckebrot da auch hier in der USA keine Brotkultur vorhanden ist welche meinen Ansprüchen genügt. Gestern Abend haben wir für die kommenden zwei Nächte einen Campingplatz gebucht. Heute werden wir auf dem Glacier Medow RV Park sein und morgen sind wir im Glacier NP auf dem Many Glacier Camping, dort haben wir noch den letzten Platz ergattert. Bei den beiden andern grossen Campingplätzen im East Glacier NP gibt es eine ganz idiotische Reservationsregel. Zum einen kannst du nur mit einer Reservation auf den Camping fahren, was noch verständlich ist, zum andern kannst du nur eine Reservation machen mit Beginn des ersten Tages wo du auf den Camping gehst. Man kann heute nicht einen Platz z.B. für Morgen oder Übermorgen reservieren.  Wegen der grossen Nachfrage musst du kurz nach Mitternacht aufstehen damit du sicher für den aktuellen Tag einen Campingplatz hast. Nach dem Frühstück fahren in den untern Teil vom Glacier NP und zwar in das Two Medicine Lake Valley. 

Two Medicine Lake

Das ist eine wenige bekannt Gegend, trotzdem sind die Parkplätze am See fast kompl. belegt. Mit ein wenig Frechheit nehmen wir uns ein en Parkplatz.












Geplant eine Wanderung zum Aster Fall und zurück, das sind knapp 4,5 km. 


Asterfall

Anstatt vom Wasserfall wieder zurück zu gehen entschliessen wir uns noch die 5km bis zum oberen Ende des Sees zu wandern. Von dort gibt es ein Shuttleschiff welches zum Parkplatz zurückfährt. Wir verpassen das Schiff um ein paar Minuten, das nächste geht erst wieder in 1.1/2 Stunden. Beim Schiffsteg steht gross geschrieben, dass es für die Rückfahrt ein gültiges Ticket braucht und dass es keinen Ticketverkauf auf den Schiff gibt. Da wir die Wanderung so nicht geplant haben, haben wir auch kein Ticket. Wir beraten uns und prüfen unser Optionen, 1.5 Stunden warten auf das Schiff und dann mit dem "Pilot" verhandeln, dass es uns ohne gültiges Ticket mitnimmt. Ich habe noch 80 USD als Notgroschen als Cash dabei, ob das reicht als Bestechung?  Während unserer Beratung taucht urplötzlich ein Moose am Seeufer auf.


Der nimmt es gemütlich, spaziert am Ufer entlang und zweigt kein grösseres Interesse an uns. Aber gleichwohl ist Vorsicht geboten, da er nur wenige Meter von uns weg ist. Der dreht ein paar "Runden" und zeiht sich dann wieder in Wald zurück. 

Video Moose1     Video Moose 2   Video Moose 3

Wir haben uns entschlossen den North Shore Trail zu nehmen und so zurück zum Parkplatz zu wandern. Aus den ursprünglichen 4.5km wurden es dann 15km.  Video Trail around the Lake  Es ist schon 18:30 als wir beim Camper zurück sind. Wir haben noch 30 Min Fahrt vor uns um zum Campingplatz zu kommen, zum z,Nacht gibt es zum 2. mal Reste. (Gewärmte Spagetti mit Gemüsesauce) Aber morgen wird wieder Fleisch eingekauft.

Wenigstens haben wir auf dem Campingplatz ein anständiges W-Lan.

30.August: Dieser Tag ist schnell erzählt, es hat schon in der Nacht  begonnen zu regnen, gemäss Wetterbericht wird dieser Regen auch noch den ganzen Tag anhalten. Wir haben für heute Abend einen Campingplatz auf dem Many Glacier Campground gebucht. Many Glacier ist ein ein 30km langes Tal welches zu Bergseen im Glacier NP führt. Auf der Hinfahrt erreichen uns auf dem Hwy 89 doch noch ein paar Sonnenstrahlen Video Hwy 89 Aber wie weiter wir in den Park fahren umso schlechter wird das Wetter, auf den Bergspitzen zeichnet sich sogar Neuschnee ab, es ist entsprechend kalt .Gleichwohl wird draussen gekocht. Video Kochen im Regen Gemäss Wetterbericht wird morgen wieder die Sonne scheinen, so dass wir eine Wanderung machen können.

31. August: Die Nacht war echt frisch um es milde auszudrücken, gottlob hat unsere Camper eine gute Heizung, damit wir unsere Wohnzimmer auf 18 Grad erwärmen können. Das Wetter hält, die Wolken sind verzogen und es strahlt die Sonne. Kurz vor 9 machen wir uns mit dem Camper auf den Weg einem Trailhead welcher zum Grinell Lake führen würde. Keine Chance um die Zeit noch einen der hundert Parkplätze zur bekommen, es ist der Wahnsinn wie viel Leute um diese Zeit schon unterwegs sind. Dann ist Plan B angesagt, dass ist eine wenige populäre Wanderung zum Redrock Lake und dann noch weiter zum Redrock Falls. Bei diesem Trailhead ist ein neuer grosser Park eröffnet worden und wir finden dort noch einen Platz.


Der gut unterhaltenen Weg für meist zu bewaldetes Gebiet, dass ist ganz angenehmen, so dass die "frische Brise" hier einem nicht so um die Ohren zieht. 




Nach 3km erreichen wir den Redrock Lake und dahinter gleich die Redrock Falls. 



Redrock Falls
                                                              
                                                          Video Trail to Redrock Falls

Kurz nach Mittag sind wir wieder zurück, jetzt ist auch der letzte Parkplatz besetzt und es kurven ganz viele Autos rum um einen Parkplatz zu ergattern. Video Parkplatz voll  Um unsere Planung zu machen müssen wir den Park verlassen und die 30km bis zum Hwy fahren. Ein Teil der Strasse ist ungeteert und in einem desolaten Zustand. Es ist schon fast eine Zumutung mit einem Camper hier zu fahren.

Video Gravelroad     Video Exit from Glacier NP

 VIDEO In Babb (Hwy 89) angekommen, planen wir weiter und entscheiden uns nach St Mary zurück zufahren und auf dem St Mary Camping einen Platz zu nehmen.

Lake Shareburne

St Mary ist der grösste Camping in Glacier NP. Im späten Nachmittag machen wir noch einen Spaziergang zum Flussufer und werden von einer Schwarzbärenmutter mit zwei Jungen überrascht. Video Blackbaer and Cubs


















Zusätzlich sehen wir auf den Bäumen am Wasser noch ein Osperey der nach Fischen jagt.

Osperey

Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende bei wunderbaren Wetter

Fussnote: Hier in der USA kann man in dem Supermarkt Alkohol kaufen, (im Gegensatz zu Kanada) aber mit der Einschränkung erst ab 5 Uhr Nachmittag, zuvor sind die Regale mit Alkohol abgesperrt. Diese Regelung gilt allerdings nur so lange wir im Blackfeet (Indianer) Reservat sind.

Man kann sich jetzt selber einen Reim machen warum erst ab 5 Uhr Nachmittags Alkohol verkauft wird. Auch nach 5 Uhr musste ich meinen Ausweis zeigen. :-)


 



01.September: Da der Glacier NP auf ca. 1700 m.ü.M liegt werden die Nächte immer kälter, das bedingt, dass wir am Morgen unser Wohnzimmer heizen müssen. Nach dem Frühstück machen wir uns an die Planung der nächsten Tage.


Schlussendlich kommen wir zu einer Einigung. Heute fahren wir auf den Primitivcamping „Belly River“ dieser liegt 25 Min von Waterton Town weg und morgen geht’s dann für zwei Nächte in den PP Wirting on Stone. Wegen dem heutigen Grenzübertritt von USA nach Kanada haben wir unsere Vorräte fast aufgebraucht. Wie sich bei der Einreise nach Kanada zeigt wäre, dass alles nicht nötig gewesen, wir werden nur nach Waffen und Feuerholz befragt. Destotrotz ist unser Kühlschrank leer, so dass wir nach dem Mittag den Belly River CC verlassen und nach Waterton fahren.

Was für eine Überraschung, nahe beim Parkein- und Ausgang ist wieder der Schwarzbär auf der Strasse. Vermutlich der gleiche wie vor einer Woche als wir Waterton verlassen haben.

Video Blackbaer on the Road




 Die Touristenmetropole ist nicht sehr bevölkert, so dass wir es richtig geniessen können. Was uns überrascht ist, dass es nur einen Lebensmittelladen gibt welcher nur ein sehr bescheidenes Sortiment an frischen Lebensmitteln hat. So gibt es ein bescheidenes Nachtessen, Tortilla Fladenbrot mit Rangerwürstli vom Grill, zum 2 Gang Tortilla Fladenbrot mit Spiegelei. Dazu einen russischen Salat. Da muss für heute reichen. Aber vor dem Nachtessen machen wir noch ein Abstecher zum Bison Padook. Das ist ein 100ha grosses Gebiet wo eine ca. 30-köpfige Bisonherde lebt. Es für eine Naturstrasse durch das Gebiet und mit etwas Glück begegnet man der Herde.




Das Glück ist heute auf unserer Seite die Bisonherde weidet nahe der Gravelroad, so das wir einige Aufnahme machen können.      Video Bison on Gravelroad         Video Bison1

Später nach dem essen bekommen wir noch besuch von einen Park Ranger der erkundigt sich ob wir einen „Homeless“ (Obdachloser) gesehen hätten. Ja das heben wir heute kurz bevor wir nach Waterrton abgefahren sind, er hat uns um Wasser gebeten und wir haben im zwei 0.5l Flaschen gegeben, aber seit wir zurück sind haben wir in nicht mehr gesehen. Sobald die Sonne hinter den Bergen verschwindet wird es frisch und später schon bald kalt.

02. September: Dieser Tag ist schnell erzählt, die Nacht war sehr ruhig auf diesem Primitivcamping. Heute ist ein Reisetag, wir fahren via Lethbridge zum PP Writing on Stone, das ergibt ca. 250km und reine Fahrzeit von 4 Stunden.


Zuerst über den Hwy 5 Richtung Osten bis Lethbridge. Dort machen wir einen längeren Stopp um Diverses einzukaufen. Neben Kleider, Alkohol (Bier, Wein und Whisky) und WC Papier müssen wir für die nächsten Tag auch Lebensmittel einkaufen. Der Kühlschrank ist leer dementsprechend ist der Einkauf umfassend. 



Wir kennen Lethbridge von früheren Aufenthalten recht gut, Jan hat hier 6 Jahre an der University of Lethbridge verbracht. Im späten Nachmittag geht es weiter auf dem Hwy 4 Richtung Süd-Osten. Die ganze Strecke führt durch den Süden von Alberta, auf der 150km langen Strecke gibt es rechts und links nur Gersten- und Rapsfelder welche bis zum Horizont reichen. Die Grossen Mähdrescher welcher zur Zeit die Gerste ernten sind nur kleine Punkte in den riesigen Felder.



Die Strasse wird ab uns zu gesäumt von überdimensionalen Silos wo das Getreide eingelagert und oder auf der Eisenbahn verladen wird. Video Hwy 4 East Schon krass, man fährt 2 Stunden auf dem Hwy ohne dass sich das Bild der Landschaft ändert. Kurz nach Milk River, das liegt 40km vor unserem Ziel, geraten wir in ein heftiges Gewitter welches mit Starkregen und gewaltigen Windböen über die Prärie zieht. Truck überholen ist nicht mehr ganz so einfach. Video Hwy 4 East Truck passing Unser Camper wird heftig durchgeschüttelt, wir entschliessen uns in Milk River anzuhalten und das Gewitter vorbei ziehen zu lassen. 



Kurz von 19.00 haben wir unser Tagesziel erreicht.

Der Sturm hat sich weitgehend verzogen, so dass das z,Nacht draussen stattfindet. Menu ist Lachs mit Sweet Potatoes und Zucchini und das alles vom Grill. Trotz Regen gibt es auch hier immer noch ein Feuerverbot.


03. September: Es hat zwar die ganze Nacht gewindet, aber sonst was es sehr ruhig hier. Frühstück gibt es ab 09:00.

Anschliessend machen wir uns auf den Hodoo Trail und erkunden die Gegend welche an die Badlands erinnert. 






Überall gibt es Sandsteinformationen und daraus entstehen dann Hodoos. Das sind Sandsteinsäulen welche meist einen Hut aus Stein haben. Ganz am Ende von dem Trail sind Felsenzeichnungen zu bestaunen welche aus dem 18 Jahrhundert stammen. Die damaligen Bewohner von diesem Land waren die Blackfeet Indianer. Ihnen gehört hier immer noch ein grosser Teil von dem Land und sie haben Einfluss auf das geschehen hier. Der PP Wirting on Stone hat den Namen 1934 erhalten wegen diesen Felsenzeichnungen.

Seit den 80 ziger Jahren gilt der Park als UNESCO Kulturerbe. Dieser Park ist auch einer der ältesten PP. Die Felsenzeichnungen sind von Auge noch gut erkennbar, aber schwierig zu fotografieren das die Konturen nur noch schwach sichtbar sind. 





Die Felsenzeichnung stellt ein Battlefield nach. Anfangs Nachmittag sind wir zurück beim Camping. 













Es wieder mal Zeit eine warme Dusche zu nehmen und anschliessend müssen wir den Frischwassertank befüllen und die zwei Schmutzwassertanks entleeren.  Nach einem Abstecher zum sehr informativen Visitor Center, ist es schon Zeit um ein frühes Nachtessen zuzubereiten. Salat und Truten Schnitzel stehen auf dem Speiseplan. Die Sonne scheint zwar den ganzen Tag, aber es geht ein lästiger Wind, welcher Böen weise über den Campingplatz zeiht. 

Der Wirting on Stone PP gilt als Rattlesnakecounthy, wir wird der Bärenspray nicht mehr benötigt. Wir lassen den Tag in aller Ruhe ausklingen. 
Schon Morgen geht es weiter Richtung Patrica wo am Wochenende das jährliche Rodeo stattfindet.





Donnerstag, 27. August 2026

Teil 5 Fernie und uns unsere Weiterreise, nach Waterton NP und Glaicer NP in US

14. bis 21,August: 

Jan und Ashley sind zu einem Hochzeit eingeladen in Castle Mountain Resort vom Freitag 14. bis Sonntag 16. August, sind sind auch mit dabei als Kids Day and Night Care. Jan hat eine ganzes AirBnB gemietet damit wir alle Platz haben. Castle Mountain Resort ist eine Ansammlung von Häuser Chalet und Lodges zuhinterst im Tal. Es hat gerade nur eine Bar und ein Restaurant welche nur Freitag bis Sonntag offen ist. Der letzte Mobilfunkkontakt hast du 25km weiter vorne in Beaver Mines.


Das Sommergeschäft ist hier sehr bescheiden aus wenn ein Hochzeit gefeiert wird. Im Winter ist hier mehr los, hat es doch immerhin 6 Skilifte und 16 Pisten. Dazu gibt es fast 100km Langlaufloipen und Schneemobiltouren sind auch gefragt. Wir geniessen zusammen den Tag bis Jan und Ashley ab 14.00 an den Hochzeitsanlass gehen, ab dann hält uns die 15 Monate alte Tia auf Trab.






Am Sonntag 16. August, JAT fahren nach dem Frühstück Richtung Fernie ab, wir planen erst am Abend zurück zu sein. Der erste Stopp machen wir am Beauvais Lake, geniessen dort ein Kaffee und anschliessend machen wir noch eine kurze Wanderung. In diesem Gebiet sind nicht nur die Schwarzbären aktiv, auch gibt es dort Cougars (Puma).


Der Weg führt durch einen Birkenwald, durchsetzt mit vielen Büschen der Saskatoon Beeren, welche bei den Schwarzbären sehr beliebt sind. Wir sehen neben Fusspuren auch deutliche Anzeichen, dass hier Bären aktiv sind, so sind viele Äste der Saskatoon Büschen hinter gerissen und das hohe Gras darunter ist niedergetrampelt. Ohne Bärenkontakt fahren wir weiter zum Chinooklake, ein sehr beliebter Bergsee wo es auch einen Campingplatz hat, dieser See ist auch bei vielen andern beliebt, so dass wir entscheiden weiterzufahren und nach ein Abstecher zum Star Creek Fall zu machen.

Die Wanderung geht knappe 2 Stunden und führt zum Teil steil bergauf und einem ungesicherten Abgrund entlang. 







Aussicht von dem Aussichtspunkt Star Creek Falls

Montag 17. August, ab heute übernehmen wir für eine Woche den Day-Care Dienst für Tia, Schichtbeginn ist ab 07:45 und endet irgend mal gegen Abend, dass lassen wir offen, je nach dem was wir nachmittags unternehmen und wer der z,Nacht kocht.

Am Morgen gibt es meist ein Spaziergang durch Fernie zu dem Rotary Park wo es einen grossen Spielplatz gibt, nach dem Mittagsschlaf gibt es ein en Ausflug zu Fuss zum Splash Park, oder mit dem Bike und Anhänger zum Visitor-Center, oder mit dem Auto sonst wo hin.


Zwischenstopp auf der Biketour    Besuch vom "alten" Bahnhof

Es gibt jeden Tag etwas neues zu entdecken, für Tia macht es sichtlich Spass, mit Nani und Neni die Zeit zu verbringen, das schöne Wetter macht es uns auch leichter, da wir immer etwas draussen unternehmen können. Seit unserer Ankunft in Kanada am 3.Juli haben wir gerade 2 Regentage gehabt.

Wir sind jetzt über 6 Wochen hier, wir haben uns langsam an die Gewohnheiten hier angefreundet, etwas was ich bis jetzt immer noch vermisse ist die Brotkultur welche wir in der Schweiz haben. Auch wenn man hier in eine Bakery geht, bekommt man zwar frisches Brot, aber Brot mit einer frischen Kruste das gibt es hier nicht. Es gibt eine riesige Auswahl an Toastbrot, welcher aber meist aufgetaut in die Regale kommen. 

Mittwoch 19. August: Ab heute gibt es eine aktive Bärenwarnung für die Parks welche am Stadtrand oder am Ufer vom Elkriver liegen, da gestern Abend in West-Fernie ein Grizzlybär mit einem Jungen gesichtet wurde.







Umso mehr in den Nachrichten eine Meldung im Umlauf ist von eine Grizzlybären welcher in einem Vorort von Vancouver ein dreijähriges Kind angefallen hat.  D.h. auch hier sollte man nicht ohne Bärenspray unterwegs sein. Einige Weg sind gesperrt. Entsprechend sind wir mehr in den Stadtparks unterwegs. 

Freitag 21. August: gestern haben wir die weitere Planung für die kommenden Wochen gemacht. JAT fahren heute Abend nach Calgary und treffen morgen meine beiden Schwestern mit ihren Partner. Sie starten am Montag 24.8. ihren dreiwöchigen Kanadatrip. Wir haben vorerst vom Sonntag bis Dienstag im Waterton NP einen Campingplatz reserviert. Dort werden wir entscheiden ob wir dann in die US einreisen und den Glacier NP besuchen. Bis zum Wochenende vom 5. und 6. September sind wir frei in unsere Planung. 5. und 6, September ist das Rodeo in Patrica, (hier betreiben die Eltern von Ashley eine Farm) wir haben abgemacht gemeinsam dort ein Wochenende zu verbringen. den RV können wir zum Übernachten, auf der Farm abstellen.


Gestern Abend haben wir ein gemeinsames Dinner beim Fernie Taphouse genossen, ein echt cooles Lokal.


Hier einige Fotos und Videos von unseren täglichen Spaziergängen mit Tia. 

Tia mit Katze

Wasserpark









Noch ein paar Worte zu Fernie, es ist wirklich ein Ort der sehr vieles zu bieten hat, nicht nur Hiking und Biking.  In den vielen gut erhaltenen Historischen Gebäuden hat es coole Lokale und allerlei Läden, Shops mit billigen Souvenirs sucht man hier vergebens. Wer ein wenig an Kunst, vor allem Bilder und Fotos, interessiert ist, kommt bei einem Besuch von BC nicht um einen Besuch von Fernie herum. Es gibt sicher 6-8 Kunstgalerien welche sehr schöne und beeindruckende Exponate ausstellen. 


Nicht zu vergessen ist die Bierkultur











 21. August: Morgen geht hier die Post ab, ab 11:00 treffen sich die Autofans von nah und fern um ihre original und nicht original aufgemotzten Auto zu zeigen.







22.August: Am Morgen hat es kurz geregnet, aber um 09:00 schneit schon wieder die Sonne. Wir nutzen den Morgen um einige Sachen zu erledigt, wie Kleider waschen, Unterlagen aktualisieren und Büroarbeiten. So dass wir morgen den 3 wöchigen Trip starten können.  
Kurz nach Mittag gehen wir ins Fernie Downtown. Hier wurden extra 2 Strassen gesperrt, damit die Autos aufgereiht werden können. Es sind über 200 Fahrzeuge anwesend und keines gleich wie das andere. Viel Chrom, auf Hochglanz poliert, ein wenig Rost und viele echte Exponate im Originalzustand. Aber auch Auto der neusten Technik waren zu sehen. (vor allem Chevy Corvette, und Camaro sind sehr beliebt) Aber das Herz schlägt schon höher bei einem Oldtimer welcher mit viel Liebe zur Technik bereitgestellt wurde. Filmhelden waren auch am Start mit dem De-Lorean aus Filmklassiker "Back to the Future" oder der GT 500 Shelby. Es ist schon erstaunlich was da noch alles auf der Strasse unterwegs ist.

GT 500 Shelby im Originalzustand

          Videolinks                  Ford 1927                Chevy Engine              Trans-Am



Hier das Video von meinem absoluten Favoriten. Ford Fairlane Crown Victoria Bj 1955 Limited Edition   Ford Fairlane Crown Victoria 1955


Filmheld De-Lorean vom Film "Back to the Future"




      Videolink                Oldtimer                     Oldtimer zum 2.                        Oldtimer Ausfahrt




Hier nur ein kleiner Ausschnitt von den Autos welche sich hier dem Publikum zeigen. Es ist wieder ein heiser Tag, kein Wind geht und die Sonne brennt sich in den Asphalt. Gegen 17:00 gehen wir zurück. Unterwegs machen wir noch ein Stopp im SaveOnFood und besorgen uns zwei  12 Oz AAA Tenderloin Rip-Eye Steaks, welche wir uns zum Dinner gönnen.


23. August: Es ist Sonntag, Draussen ist es nass aber, aber schon bald scheint wieder die Sonne. Nach dem Frühstück machen wir zügig vorwärt, es gilt noch die restlichen Sachen in den Camper zu packen. Anschliessend geht es noch zum Einkaufen um den Kühlschrank zu füllen, aber nur soviel wie wir die nächsten Tage benötigen. Sollten wir in die USA einreisen, ist der Kühlschrank am besten leer. Der Check auf den Füllstand von dem Propan heisst nichts gutes, er ist im roten Bereich. (Ohne Propan geht der Kühlschrank nicht. Alle drei Tankstellen in Fernie haben keine Propantankstelle und Fernie Rental welche eine hat ist heute geschlossen. Shit, hätte ich gestern nachgeschaut. OK wir entschliessen uns Richtung Waterton zu fahren und bei den nächsten Ortschaften, welche kleiner sind als Fernie, Ausschau zu halten nach einer Propantankstelle. In Sparwood bei der CO-OP Tankstelle haben wir Erfolg und können den Propantank füllen. In Lundbreck gibt es das günstigste Benzin, hier wird nachgetankt und dann geht via Pincher Creek Richtung Waterton NP.
  

Vor 4 Wochen als wir in dieser Region unterwegs waren, war die Gerste noch grün und die Rapsfelder haben gelb geleuchtet. Gerste ist jetzt gemäht und der Raps ist auch schon blad soweit. Die letzte heissen und trockenen Wochen haben dazu geführt, das alles schnell gereift ist. Kurz vor 14:00 erreichen wir den Campingplatz im Waterton NP. Ein heftiges Gewitter hat sich über die Bergkuppen gewälzt, es leert wie aus Kübel. Gewitter Waterton

Die Sache ist aber schnell vorüber und schon bald scheint die Sonne wieder. 

Zu Fuss geht es zu den Cameron Falls und von dort ins Downtown von Waterton. Mit 540'000 Besucher jährlich ist diese Np die Nr. 4 in Canada. Der ganze Park ist kompl. ausgebucht, unser Versuch den Aufenthalt um einen Tag zu verlängert geht nicht, oder ist sehr teuer via eine Hotel. 



Es hat sehr viel Inder, die hier die Strassen bevölkern. Berühmt ist der Park wegen dem Waterton Lake und noch berühmter wegen den Hotel "Prince of Wales" 
Hotel Prince of Wales



Gegen 18:00 sind wir zurück beim Camper, draussen zu kochen geht nicht, da es immer wieder starke Windböen hat welche alles was nicht fix ist, durch den Campingplatz wirbelt. Das z,Nacht fällt eher bescheiden aus, aber es muss ja nicht jeden Tag eine AAA Steak sein.



24. August: Wir sind ausgeschlafen und haben gefrühstückt und machen uns zeitig auf den Weg zum Red Rock Canyon und den Blakiston Falls. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht was uns der Tag für Überraschungen bringen wird. Die 25 Min Autofahrt über den Red Rock Park-hwy für durch ein schönes Tal. Red Rock Park-Hwy Angekommen sind nicht die ersten aber es hat noch nicht viele Leute.


 Die Wanderung entlang dem Canyon ist nur knapp 2km, dann geht es weiter zum Trail welcher zu den  Blakiston Falls führen.

Hier sieht man noch deutlich die Spuren von dem grossen verheerenden Kenow Waldbrand von September 2017. Das Feuer hatte 19'300 Hektar Wald im Park niedergebrannt. Jetzt knapp 10 Jahre später stehen die dürren Bäume noch, umgeben von grünen jungen Bäumen und vielen farbigen Wildblumen. 




Auf der Suche nach dem noch bessern Bilder als aus der Aussichtsplattform verlassen wir die Pfade und gehen weiter den Canyon hoch, bis wir in den Canyon absteigen können. Ich versuche mein Glück weiter oben und mache Stone Hopping, leider mit folgen. Ein Stein gibt nach und ich lange im hüfthohen Wasser, mein Smartphone war zu dieser Zeit bei Mery, aber die Canon Kamera leider nicht. 
Nur Materialschaden (Liebe Mobiliar, als ich in Canada .....) kein Personenschaden.

Jetzt geht es mal an trockenlegen, Schuhe entwässern, Socken ausdrehen ....

















Nach diesem kleinen "Ausrutscher geht es die 3km zurück zum Camper, hier gibt es trockene Kleider und Schuhe. Wir machen ausgiebig eine Kaffeepause bevor wird zurückfahren. Nach ein paar Kilometer sehen wir einige Auto aus bei einem Ausstellplatz stehen, Leute mit Feldstecher und überdimensionalen Kameras stehen dort und schauen gegenseitigen Berghang. 

Wir stellen unseren Camper auch ab und schon bald erblicken wir eine Schwarzbärenmutter mit drei Jungen welche bei Beerenpflücken ist.




Trotz allem ist die Distanz doch beträchtlich so das gute Aufnahmen fast nicht möglich sind. Umso mehr meine Kamera einen Wasserschaden hat.
Auf der Rückfahrt besuchen wir noch den Aussichtspunkt beim Hotel "Prince of Wales" hier hat man einen fantastischen Rundblick auf Waterton und den See.


Und wie schliesst man einen solchen Tag am besten ab, natürlich mit einem entsprechenden Dinner



25. August:  heute geht es früher aus den Federn, es gibt nur ein Kaffee, das Frühstück gibt es später unterwegs. Wir müssen unbedingt heute zuerst "Dumpen" der Graywatertank ist übervoll. Danach fahren wir zum 17 km entfernten Cameronlake, welcher am Ende von einem Tal liegt.

 

Es ist ein wunderbarer Bergsee, das Wasser ist Spiegelglatt, hier gibt es das Frühstück am Wasser. Anschliessend machen wir eine 2-stündige SUP und Kajaktour auf dem See. 




 Videos








Fast am Ende von dem See entdecken wir einen Weisskopfseeadler welcher auf einem Baumspitz sitzt und die Sonne geniesst.







Es ist Mittag als zur zurück sind von unser Tour auf dem See. Mich noch einen Abstecher zu fuss zum Akamina Lake. (Lake ist hier schon übertrieben, es ist nicht mehr als ein Teich) Wir fahren ein Teil zurück bis zum Rastplatz vom Trailhead zum Crandell-Lake. 


Wir ziehen unsere Wanderausrüstung an und starten den Trail zu diesem Bergsee. Zum Teil führt der Trail steil den Berghoch aber alles durch ein ehemaliges Waldgebiet, welches abgebrannt ist, der Weg ist jetzt gesäumt von Jungtannen und vielen Wildblumen. 




Nach ca. einer Stunde sind wir beim Crandell-Lake. Nach einer 1/2 stündigen Pause und einer Stärkung geht es zurück zum Camper. 


Es ist kurz vor 16:00, wir entschliessen uns nachmals ins andere Tal zu fahren wo wir gestern die Schwarzbären gesehen haben. Trotz angestrengtem Beobachten sehen wir bei der Fahrt hinauf zum Red Rock Canyon keinen Bären, so entschliessen wir uns alsbald zur Rückfahrt. Dort wo wir gestern die Bären gesehen haben, sehen wir einen Parkranger stehen mit seinem Truck. 

Tatsächlich ist ein Schwarzbär, welcher mehr braun als schwarz ist,  ganz in der Nähe der Strasse, Beeren pflücken. 




Er lässt sich nicht gross von den anhaltenden Autos stören. Wir können ein paar gute Videos und Fotos machen. Blackbaer1    Blackbaer2      Blackbaer3

Gegen 18:00 sind wir zurück auf dem Campingplatz in Waterton, kurz das nötigste einkaufen und zum z,Nacht heisst es Rest aufessen damit der Kühlschrank leer ist wenn wir evtl. schon morgen in die USA einreisen möchten.

26. August: Gestern  Abend haben wir noch zwei Campingplatz gebucht. Der erste ist in St Mary auf dem KOA Camping und der zweite im Glacier NP auf dem Fishcreek Camping. Viel Auswahl hatten wir nicht. D.h. auch dass wir heute beim Grenzübergang Chief Mountain in die USA einreisen werden. Daher schauen wir, das wir die kritischen Lebensmittel heute zum Frühstück essen müssen oder entsorgen.

In übrigen hat der Grenzübergang den Namen von dem berühmten Berg welcher die Einreisenden kurz nach der Grenze im Bundesstadt Montana begrüssst.


Die Einreise in die USA war grundsätzlich problemlos, der Officer wollte nicht mal wissen ob wir irgendwelche Ware im Kühlschrank hatten und auch der Bärenspray war für ihn OK. Natürlich mussten wir geleichwohl ins Office um ein paar Fragen zu beantworten. Von wo kommt ihr, wo geht ihr hin, (Adresse war nötig) wie lange wollt ihr bleiben? etc... Zuletzt noch in die Kamera schauen um ein Bild zu machen und die obligaten Fingerabdrücke mussten wir auch hinterlassen. Zum Abschluss noch $ 30.00 zahlen und schon geht es weiter bis zum Eingang zum Glacier NP.

Dort angekommen mussten wir noch ein e Wochenpass lösen für $35.00. Mit diesem Eintritt war aber noch nicht alles geregelt, seit der Gesetzeserlassung von Trump "Amerika first" müssen wir noch pro Person $ 100.00 zusätzlich zahlen weil wir nicht in der USA wohnen. Diese Regelung gilt erst seit dem 01.01.2026. Wenn wir das vorab gewusst hätten, wissen wir ob wir dort hingereist wären.








Das Wetter zeigt sich von der besten Seite, wir nutzen das und machen noch einen Ausflug zu dem Baring Falls, welche direkt am St Mary Lake liegt.
Lake St Mary



Baring Fall

Es ist eine kurze Wanderung zu einem schönen Wasserfall.















Wir entschliessen uns noch die Sun Road bis zu Logan Pass zu fahren.  Sun Road to Logan Pass



Auf dem Logan Pass ist ganz was los, es hat unglaublich viel Touristen welche im Park unterwegs sind.



Nach einem kurzen Aufenthalt fahren wir zurück nach St Mary, gehen dort einkaufen und anschliessend auf den KOA Campingplatz. Zum z,Nacht kocht Mery Spagetti mit einer feinen Sauce aus verschiedenen Gemüsen. Da wir hier wieder mal eine gutes Internet haben können wir auch den Blog aktualisieren und unser Daten sichern. 

Für morgen hab en wir die eine oder andere Wanderung geplant und wir werden auch die ganze Sun Road (55km) bis nach West Glacier fahren, da dort unser Campingplatz ist.


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