Freitag, 10. Juli 2026

Teil 1 Kanadareise vom 3. Juli bis 20. September. Planung, Reise und Start mit Herausforderungen

 Liebe Blogleser/innen

Es ist schon 3 Jahre her seit den letzten Posts in diesem Blog. Es gab in den letzten Jahren keine längeren Reisen mehr nach Kanada.

Das wird sich jetzt ändern. Ich werde per 30.6.2026 meinen Job tauschen, ich werde "Rentner"

Als erstes geht es für einige Wochen nach Kanada zu unserem Sohn Jan und seiner Familie. Seit dem 14.06.2025 sind wir Grosseltern, es ist an der Zeit unser Grosskind, Tia, besser kennen zu lernen und ihr ein wenig die CH-Kultur beizubringen.

Wir freuen uns auf eine spannende und sicher auch herausfordernde Zeit.

Die Vorbereitungen sind soweit abgeschlossen, seit dem 1.7.26 bin ich im Lebensabschnitt 3.0 Die Taschen sind gepackt und wir sind bereit für die "temporäre Auswanderung"  Aber die Vorbereitung war viel anspruchsvoller als früher, Campingplätze sind rar, alles muss 3 Monate im voraus gebucht werden. In BC kann man nur noch max. 14 Tage auf der gleichen Campsite stehen. Schade, so geht jede Spontanität verloren. Viele Touristen gehen nach Kanada in den Urlaub weil: Die USA ist für viele zur Zeit kein Urlaubsziel, Asien wegen der geopolitischen Lage auch gemieden wird und im Süden von Europa ist es im Sommer zu heiss. Da wir seit einiger Zeit einen Trockengarten haben gibt es während unsere Abwesenheit nicht viel zu tun. Die Post wurde umgestellt auf E-Scan Service und Haustiere gibt es keine zu füttern. 

In der Region wo wir die ersten Tage verbringen (Kananaskis Country) hat es die letzten Tage viel geregnet, der Hwy 40 von Calgary Richtung Süden, ist wegen Überschwemmungen, gesperrt. Die Zufahrt, via Hwy 541, zu unserem ersten Campingplatz, den Etherington Creek PP/PRA,  sollte gleichwohl möglich sein. 

Legende: Hwy = Highway  / PP = Provinicial Park / PRA = Provinical Recreation Arena

03.Juli: Mit der dem ÖV geht es nach Zürich Flughafen dort wartet unser Flug AC6003 bzw WK 14 der Edelweiss auf uns.


Wir sind 2.5 Stunden vor Abflug am Flughafen, Check-In und Gepäckaufgabe haben wir schon am Vorabend gemacht. d.h. nur noch Gepäck aufgeben. Denkste, alle Gepäcktransportbänder stehen still und wir müssen unser Gepäck in der Halle vom Check-In 1 stehen lassen. Ein ungutes Gefühl.


Mit 1/2h Verspätung, es muss noch eine Reifenpanne behoben werden, geht es ab nach Calgary. Diese Verspätung wird nicht aufgeholt, so dass wir fast zeitgleich mit zwei anderen Internationalen Flügen landen. Das führt zu einer Überlastungen von der Immigration, ich denke mir gottlob haben wir vorab via das App Arrive Canada ausgefüllt, somit können wir die "Fast Lap" nehmen und sind schnell durch. Weit gefehlt die "Fast Lap" ist geschlossen und wir müssen uns wie alle anderen 800 Leute anstellen und am "Kiosk" nochmals alle Fragen zur Einreise ausfüllen. Ok denken wir, dann müssen wir wenigstens nicht noch lange auf das Gepäck warten. Nach einer Stunde sind wie durch mit der Immigration und wir warten auf das Gepäck. Wie Viele Andere warten wir sehr lange auf das Gepäck, langsam kommt ein ungutes Gefühl auf, spätestens als das Gepäckband leer ist und noch ca. 50 Personen auf Gepäck warten wird es zur Gewissheit, unser Gepäck ist nicht mitgekommen oder fehverladen worden. Die Leute vom Edelweiss Schalter verteilen Formulare zum ausfüllen über verlorenes Gepäck. Viele Leute sind in der ähnlichen Situation wie wir, wohin soll das Gepäck nachgeliefert werden. Schon morgen früh übernehmen wir den RV = Wohnmobil und sind auf Campingplätzen unterwegs wo wir kein Mobilnetz haben. Wir entscheiden uns die Adresse und Kontaktdaten von Jan als Erstkontakt einzutragen, so müssen wir uns wohl die ersten Tage mit Kauf von Notwäsche, Hygiene- und Toilettenartikel einrichten. Unterdessen sind 3h vergangen seit wir gelandet, wir nehmen das Taxi zu unserem Hotel das Comfort Inn&Suites in Ardrie. Das ganze hat uns ein wenig geschlaucht, dazu kommt die Zeit Umstellung, so dass wir kurz nach der Hotelankunft schlafen gehen. 

4. Juli: 
Zeitverschiebung, wir sind sehr früh wach, somit sind wir kurz nach sechs von den ersten beim Frühstück. Bis wir per Uber um 0830 zu Faserway gehen, verbringen wir die Zeit mit planen von den Noteinkäufen. Die RV (=Mietcamper) läuft soweit planmässig, auch wenn ein ziemlicher Andrang herrscht. Es ist Ferienbeginn und zugleich der Beginn von der Stampede in Calgary. BILD WELCOME Um 1000 sind wird startklar und steuern alle Läden an um unsere Einkäufe zu tätigen.

Walmart: für Lebensmittel und Unterwäsche, Jysk: für zusätzliche Bettwäsche für die nächsten Monaten, Decathlon: für minimale Wandersachen und leichte Jacken, Canadian Tyre: für Bären- und Mückenspray. Die einen sind lässig die anderen gefährlich. Von beiden gibt es in unterschiedlicher Anzahle im Kananaskis Country. Es ist schon früher Abend als wir auf dem Ethrington PRA ankommen. 

Etherington Creek PRA

Hier haben wir für zwei Nächte reserviert. Betten anziehen und einreichten, dann ein kurzes z,Nacht und gehen wir schlafen.

5. Juli: In der Nacht ist es mit 10 Grad frisch geworden, immerhin befinden wir uns auf 1636m.ü.M. Der Jetlag ist noch aktiv, daher ist der Name Frühstück doch sehr passend. Kaffee, Müesli mit Beeren und gesalzenen Nüssen, Sauerteigbrot ohne Salz, gesalzene Butter und Honig. Da wir hier keinen Natel Empfang haben, fahren wir ca. 15km zurück zu einer PRA. Leider gibt es keine News über den Verbleib unserer Koffer. Via Edelweiss Webseite finde ich eine E-Mail-Adresse wo nach verlorenem Gepäck nachgefragt werden kann. Ich schicke das Mail mit allen unseren Unterlagen, in der Hoffnung bis Morgen Neuigkeiten zu erhalten. Wir machen noch zwei kurze Wanderungen bevor wir zur Campsite zurückkehren. Es gibt ein spätes Mittag- oder frühes Nachtessen. Allerlei Gemüse kommt auf den Tisch. Da Wetter hält sich in Grenzen knapp 20 Grad mit Sonne und Wolken



Wir machen noch einen Abendausflug und sehen einige Red Deers.







Sogar einige Bergziegen mit ihren Jungen stehen auf der Strasse und suchen noch die letzten Salzreste vom Winter. 

 



Eine kleine Story dazwischen über meinen TBB = Traveller Belly Bag (Bärndütsch = Buchtäschli)

Blogleser mögen sich noch erinnern, dass ich in einem früheren Blog ein paar Zeilen an mein TBB gewidmet habe. Seit 1988 gehen mein Lowa Alpine TBB und ich gemeinsam auf Reisen. Die vielen Reisen haben beim TBB Spuren hinterlassen, so dass ich mich entschlossen haben meinem TBB eine Pause zu gönnen. 



Seit ein paar Wochen gibt es einen neuen TBB, ein cooles Ding zu 100% handgefertigt in Italien aus echtem Büffelleder. Auf dieser Reise wird es sich zeigen ob der neue TBB die hohen Erwartungen erfüllen kann.

 



6.Juli: Die Nacht war die Temperatur wieder in den einstelligen Bereich gesunken, entsprechend kalt war es auch im RV.  Das Frühstück um 0730 bliebt fast unverändert nur das es noch Blueberry dazu gibt. Heute dislozieren wir zum Beaver Mines Camping, das ergibt eine Reisezeit von 2.5h. Wir machen uns zeitig auf den Weg, sobald wir wider Empfang haben checken wir unsere Mail und Voicebox betreffend Neuigkeiten, ebenfalls nehmen wir mit Jan Kontakt auf. Auf allen Kanälen herrscht Funkstille. 


Es geht bis Longview auf dem Hwy 541 dann über den Hwy 22 Richtung Süden. Die 120km bis Lundbreck gehen durch eine grüne Hochebene auf ca. 1500 m.ü.M. 





Hwy 22 von Calgary Richtung Süden 130km Weideland


Ich liebe diese Stecke, vorbei an vielen Viehfarmen mit Mutterkuhherden und weiter unten mit den gelb leuchtenden Rapsfeldern vor dem Hintergrund der ersten mächtigen Berge der noch schneebedeckten Rocky Mountains. Da wir bisher nur das aller nötigste gekauft haben müssen wir uns mit weitern Sachen eindecken. Das wiederum zwingt uns einen Umweg zu fahren via Pincher Creek. 


Dort erledigen wir unsere Not- Einkäufe Stufe 2. Anschliessend geht es 40km weiter zu unserem Campingplatz. Wir haben eine wunderschöne Campsite mit Seeblick reserviert.

Beaver Mines Lake Campingplatz

Das Wetter zeigt sich heute von der besten Seite. Diese Campingplätze in den PP sind sehr schön und ruhig, aber auch echt abgelegen. Es gibt oft nur Dump-WC (Plumsklo / Pit Toilet) kein Natelempfang und die Anfahrt führt mehrere Kilometer über staubige Gravelroads durch Weideland. Es macht Sinn vorab Wanderkarten und Google Maps Route als offline Version zu speichern. 
Beef on the Road

7. Juli: Die Temperaturen in der Nacht gehen auf angenehme 15 Grad zurück, der Jetlag ist besiegt und so gibt es doch erst um 0800 Tagwacht. 



Frühstück wie immer aber schon draussen am Tisch. Langsam kommen wir in die Gänge und die Rollenverteilung ergibt sich immer besser. Jedoch ist uns ein Anfängerfehler unterlaufen, beim letzten Campingplatz hatten wir nicht gedumpt (= beide Schmutzwassertanks ablassen und Frischwasser auffüllen) wir waren überzeugt, dass dieser Campingplatz auch eine DS (Dumping Station) hat. Leider ist das nicht so, da die Abwassertanks voll und der Frischwassertank leer sind, müssen wir eine Lösung finden. D.h. 10km nach Beaver Mines fahren wo wir Empfang haben und schauen wo wir Dumpen können. Unterwegs sehen wir noch ein Red Deeres. Kaum haben wir Empfang erhalten wir einige Meldungen über verpasste Anrufe und E-Mails. Es betrifft unsere Koffer, diese sind in Calgary aufgetaucht und werden heute noch nach Cranbrook geflogen und von dort mit dem Taxi nach Fernie zu Jan. Endlich eine gute Nachricht. Die nächste DS ist in Lundbreck aber dort gibt es kein Trinkwasser zum Auffüllen, so geht die Reise weiter bis Pincher Creek auf den Campingplatz der Veteranen. Dort können wir nicht nur Frischwasser auffüllen, sein sogar Duschen hat es welche wir gratis benutzen können. Dieser Campingplatz ist ein guter Tipp. 




Durch Pincher Creek führt ein wunderbarer Trail welchen wir begehen. Anschliessend bestaunen wir noch die viele Wandbilder an den grossen Häusern. 




Mit vollen Frischwasser- und leeren Abwassertanks geht es weiter zu den Lundbreck Falls. Zwischenzeitlich haben wir auch hier hochsommerliche Temperaturen erreicht. Nach diesem Abstecher geht es wieder zurück zum Beaver Mines Lake CP. 

Lundbreck Falls

Morgen wird es früh Tagwacht geben, wir haben Jan versprochen morgen unsere Enkelin Tia zum ersten Mal zu hüten. Ob das gut geht, denn das letzte Mal haben wir sie vor 6 Monaten physisch gesehen. Wir sollen um 0800 in Fernie sei und die Anfahrt beträgt 1.5h

8.Juli: Um 0600 geht der Wecker ab, wir machen uns eine Kaffee "to go" und packen unsere Sachen zusammen. Pünktlich sind wir in Fernie angekommen, das Wetter hat unterdessen gedreht, es regnet in Strömen. Tia ist noch noch zurückhaltend, was verständlich ist, sind doch einige Monate vergangen seit dem letzten Wiedersehen. Eine Runde Kaffee später, der Regen hat sich verzogen, gehen Mery und ich zusammen mit Tia zu dem Rotary Park, dort ist ein grosser Spielplatz. Kaum angekommen zieht schon wieder ein Gewitter auf, wir sind froh, dass es einen gedeckten Teil gibt bei diesem Spielplatz. Tia gibt sich immer vertrauter mit uns, was uns sehr freut, Gegen Mittag geht es zurück. Es ist Zeit für Lunch und für Tias Mittagsschlaf. Endlich habe ich Zeit ein paar administrative Arbeiten zu erledigen, Da unsere Koffer wohlbehalten eingetroffen sind, geht es jetzt darum unsere Kosten für die Noteinkäufe geltend zu machen, zudem sind noch ein paar Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Pensionierung zu erledigen.









Donnerstag, 26. Oktober 2023

Teil3 (Schluss) Reise nach Toronto Canada –USA 29.9. 2023 bis 22.10.2023

 

Donnerstag 19.10.        Der letzten Reste zum Frühstück, dann ist Camper-Abgabe um 10:00. Es brauchten sehr gute Ohrstöpsel, der Flugplatz in Hörweite und der Zug direkt bei Campingplatz, hat doch einen gewissen Lärmpegel. Die Camper-Abgabe ist rasch und problemlos erledigt. Jan und Ashley treffen ein um uns abzuholen. Sie waren schon seit 4 Tagen in Toronto. Ab geht es Richtung USA Ziel ist Buffalo. Bei dem Grenzübergang zeigt Jan seine beiden Pässe. (CH und CND) Der Borderofficer liest irrtümlich den CH Pass ein, wo kein ESTA hinterlegt ist. Das führt zu Diskussionen, obschon Jan ihm den CND Pass auch zeigt, kann der Immigration Vorgang nicht weitergeführt werden. Das bedeutet ¾ Stunden Aufenthalt im Immigrationsbüro um die Sache zu erklären. Der Immigration Officier erklärt, man können nicht als eine Person mit zwei Pässen zugleich eine Grenze passieren, es bleibt bei einem mündlichen „Rüffel“. 


Wir sind dennoch zeitig in Buffalo, beziehen unser Hotel und gehen anschliessend in die Innenstadt. 





Zuerst besuchen wir die eindrückliche Cityhall bevor es zum z,Nacht geht.





Mit dem Aufzug in den 28 Stock, von dort hat mach eine fast Rundumsicht auf Buffalo. Es ist ein beeindruckendes Gebäude. Anschliessend gibt es noch ein Foto mit dem Präsident.



Wir gehen in ein sehr bekanntes Italienisches Restaurant „The Chief“ zum Dinner, u.a. waren dort schon viele Berühmtheiten aus Film, Mode, Politik und Sport, so u.a. Jack Eichel und Conner Mc. David. Auch kleine Portionen sind hier XXL und sehr „maschtig“  gekocht.


Wir haben ca. 30 min Fussweg bis zum KeyBank Center dem Eishockeystation der Buffalo Sabres, welche heure Abend ein NHL Spiel gegen die Calgary Flames austragen. 




Jan hat die hervorragenden Plätze im Voraus besorgt. Über 19‘000 Zuschauer fast das Stadion und jedes Spiel ist ein Spektakel in Bezug auf der rundherum. (Fanshops, Restaurants, Gamecenter, Wettbüro…)

NHL Game Buffalo Sabers gegen Calgary Flames








                                                Video NHL Game Buffalo Sabers vs. Calgary Flames Part 1

                                        Video NHL Game Buffalo Sabers vs. Calgary Flames Part 2

                                                Video NHL Game Buffalo Sabers vs. Calgary Flames Part 3


Ich bin schon erstaunt wie hoch die Preise hier sind, so kostet eine Dose Bier $ 15.00. Ich denke viele der Zuschauer sparen die ganze Woche um den Spielen beizuwohnen. Calgary gewinnt nicht unverdient diese Game. Weil das ganze so grosszügig gebaut ist gibt es auch nach dem Spiel nirgends ein Gedränge. 20 Min. Fussmarsch und 10 Min. Busfahrt und schon sind wir zurück beim Hotel.

Freitag 20.10.                Heute ist ein richtiges Americanbreakfast ist heute angesagt, anschliessend gehen wir noch an die Hafenpromenade zum Spazieren, Welcher verkürzt wird als der Regen einsetzt. Es ist eh nicht so interessant, es hat ausgemusterte Kriegsschiffe und U-Boote und von fast jedem Krieg ein Denkmal.


Wir fahren zurück nach Canada, Ziel ist ein Airbnb am Crystel Beach in Fort Erie. Unterwegs wird eingekauft für die nächsten 2-Tage u.a. gibt es heute Steaks von Grill.


Das Airbnb liegt wirklich direkt an der Waterfront vom Erie See. Vor und nach dem Essen vertreiben wir uns die Zeit mit Canasta spielen. Wir, Mery und ich müssen uns zweimal geschlagen geben, und schwören auf Revanche.


Ford Erie Airbnb Waterfront am Crystel Beach

Beim Blick auf den Lake Erie kommt mir das Gedicht in den Sinn welches wir in der Oberschule in Limpach auswendig lernen mussten. (7.oder 8. Klasse)

John Maynard!
„Wer ist John Maynard?“
„John Maynard war unser Steuermann, aushielt er, bis er das Ufer gewann,
er hat uns gerettet, er trägt die Kron', er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.

Die „Schwalbe“ fliegt über den Erie-See, Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee;
von Detroit fliegt sie nach Buffalo, die Herzen aber sind frei und froh,
und die Passagiere mit Kindern und Fraun, im Dämmerlicht schon das Ufer schaun,
und plaudernd an John Maynard heran, tritt alles: „Wie weit noch, Steuermann?“
Der schaut nach vorn und schaut in die Rund: „Noch dreißig Minuten ... Halbe Stund.“

Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei - da klingt's aus dem Schiffsraum her wie Schrei,
„Feuer!“ war es, was da klang, ein Qualm aus Kajüt und Luke drang,
ein Qualm, dann Flammen lichterloh, und noch zwanzig Minuten bis Buffalo.

Und die Passagiere, bunt gemengt, am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt,
am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht, am Steuer aber lagert sich´s dicht,
und ein Jammern wird laut: „Wo sind wir? wo?“ Und noch fünfzehn Minuten bis Buffalo. -

Der Zugwind wächst, doch die Qualmwolke steht, der Kapitän nach dem Steuer späht,
er sieht nicht mehr seinen Steuermann, aber durchs Sprachrohr fragt er an:
„Noch da, John Maynard?“ „Ja, Herr. Ich bin.“

„Auf den Strand! In die Brandung!“ „Ich halte drauf hin.“
Und das Schiffsvolk jubelt: „Halt aus! Hallo!“ Und noch zehn Minuten bis Buffalo. - -

„Noch da, John Maynard?“ Und Antwort schallt's mit ersterbender Stimme: „Ja, Herr, ich halt's!“
Und in die Brandung, was Klippe, was Stein, jagt er die „Schwalbe“ mitten hinein.
Soll Rettung kommen, so kommt sie nur so. Rettung: der Strand von Buffalo!

Das Schiff geborsten. Das Feuer verschwelt. Gerettet alle. Nur einer fehlt!
Alle Glocken gehn; ihre Töne schwell'n, himmelan aus Kirchen und Kapell'n,

ein Klingen und Läuten, sonst schweigt die Stadt, ein Dienst nur, den sie heute hat:
Zehntausend folgen oder mehr, und kein Aug' im Zuge, das tränenleer.

Sie lassen den Sarg in Blumen hinab, mit Blumen schließen sie das Grab,
und mit goldner Schrift in den Marmorstein, schreibt die Stadt ihren Dankspruch ein:

„Hier ruht John Maynard! In Qualm und Brand, hielt er das Steuer fest in der Hand,
er hat uns gerettet, er trägt die Kron, er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
John Maynard.“

Crystel Beach am Morgen

 

City of Niagara Lakes


Samstag 21.10.              Das Wetter ist windig und die Wolken dicht, heute steht eine Wein Tour und Degustation von Wein und Whisky an auf dem berühmten Weingut von  dem erfolgreichsten  kanadischen Eishockeyspieler „Wayne Gretzky“ an. Diese Tour hat Ashley schon vor Wochen gebucht. Der Parkplatz ist überfüllt, die Shops und Restaurants voll mit Leuten. Unsere Tour ist gebucht, neben der Degustation von Wein und Whisky, gibt es immer wieder Geschichten zu Wayne Gretzky.






So z.B. entspricht ist der künstlich angelegte Teich einem NHL Hockeyfeld und in der Mitte ist ein „Lonnie“ kanadisches 1-Doller Geldstück im Teich befestigt. Genau dieser Loonie war an den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City der Glückbinger im Eishockey sowohl  die kanadischen Frauen und  Männer holten Gold. Der Eismeister war ein Kanadier, er hatte diesen Lonnie vor den Finalspielen, im Eis von dem Eishockeyspielfeld versteckt, genau unter dem roten Anspielpunkt in der Mitte vom Spielfeld. Im Winter ist dieser Teich eine Eisfeld und dann gibt es "Wine and Dine on Ice" Der Wein und der Whisky hat eine durchschnittliche Qualität, das Geschäft lebt vor allem wegen der Berühmtheit von Wayne Gretzky. Degustieren hat hungrig gemacht, auf der Rückfahrt geniessen wir gemeinsam einen Lunch/Dinner. Zurück am Crystel Beach verlieren wir, Mery und HP, auch das dritte Canasta Game gegen Ashley und Jan, und das obschon wir noch neue Karten gekauft haben.

Sonntag 22.10.              Heute ist der Letzte Tag, am Abend geht der Flug zurück in die Schweiz, d.h. aufräumen, Koffer packen und wiegen (max.23kg). Es ist kurz vor 11:00 als wir Crystal Beach verlassen, leichter Nieselregen begleitet uns aber die Wetteraussichten sind gut. Wir fahren zu den Niagara Falls, wegen den (noch) schlechten Wetter finden wir problemlos einen Parkplatz. Es geht noch eine steife Brise, so dass wir uns vorerst in Niagara Hard Rock Cafe verziehen und uns einen Kaffee mit Extras geniessen.












Kurz  nach Mittag reisst die Wolkendecke auf und die Sonne begleitet uns auf unseren Spaziergang zu den beiden grossen Niagara Wasserfällen. Wer die Niagarafälle besuchen will muss das auf der kanadischen Seite machen, von hier ist der Ausblick viel besser. 

Vordergrund der Niagarafall auf USA Gebiet mit Buffalo im Hintergrund











Links der kleinere Wasserfall auf USA Gebiet, Mitte und Rechts der grosse Wasserfall auf CND Gebiet

                                         Video Niagara Falls   

Diese Wasserfälle werden weltweit unter den Top 5 geführt. Jetzt wo die Sonne die Wasserfälle direkt beleuchten ergeben sich unglaubliche schöne Bilder/Fotos. Entsprechend dem Wetter hat die Besucherzahl auch zugelegt, ich glaube ich habe selten so viele Fremdsprachen an einem Ort gehört. Wir geniessen unsere letzten Stunden welche wir mit Ashley und Jan verbringen können und das bei warmer Herbstsonne und einer spektakulären Kulisse. 





Bald ist es doch so weit,  es geht ab Richtung Flugplatz, unterwegs, in Hamilton, genehmigen wir uns in einer Brauerei noch ein Lunch. 18:00 heisst es Abschied nehmen, der Flug von Ashley und Jan geht um 18:00 Terminal 3 und unsere Flug ¾ Stunden später ab Terminal 1. Geplant ist, dass Ashley und Jan im Mai 2024 für 10 Tage in der cH kommen zu einem Hochzeit von ein en Cousin von Jan. Mit mehr als eine ½ Stunde Verspätung heben wir im Boeing 737-300  Flug Nr. AC-880 ab Richtung CH

Airport Toronto YYZ Pearson


Montag 23.10.               Es war ein sehr angenehmer Flug und um eine Stunde kürzer als der Hinflug (Jetstream) 10:45 gelandet und um 12:08 haben wir unseren Zug und Poschi so, dass wir um 14:00 in Zuzwil ankommen. Es war eine kurze Nacht uns entsprechend müde sind wir, jetzt heisst es noch ein paar Stunden durchhalten und dann schlafen gehen. Morgen geht es schon wieder wohl an die „Säcke“ Mery hat einen vollen Tag und bei mir leuchten jetzt schon die ersten Sitzungserinnerungen im Outlook.

Fazit:                  Die ersten 7 Tage heiss, bis 28 Grad, dann doch merklich kühler bis nur noch 11-14 Grad. Regen hatten wir durchgehend nur einen Tag, ab und zu einen kleinen Nieselregen aus den schwarzen Wolken. Haben wir den Indian Summer gesehen? Ja ganz klar wir haben die gelb-orange-roten Wälder gesehen und genossen. Muss man so weit fahren für den Indian Summer? Nein, die Herbstfarben sind auch im Süden von Ontario sehr schön, Trotzdem die New England Staaten (Maine, New Hampshire, Vermont) sind doch sehr interessant (Acadia NP, White Mountains, viel schöne State Parks) und haben viel zu bieten. Am besten hat mir persönliche der State New York gefallen. Würden wir zu einer anderen Jahreszeit gehen. Nein wenn man den Indian Summer erleben will sind die ersten zwei Wochen im Oktober die Richtigen,  obschon viel Campingplätze schliessen. Würden wir wieder bei Wildwestcampers buchen? Ja ganz klar, alles hat gepasst. Würden wir wieder eine DVC (Deluxe Van Conversion) bei Canadream mieten? Nein ganz klar nein. Nach unsere Meinung sind diese Camper nicht mehr für Reisen von mehreren Wochen geeignet.

Zu wenig Komfort im Bereich Schlaf und Wohnzimmer. Diese DVC sind zwar zu fahren fast wie ein PW aber zu wenig Platz und Komfort. Es müsste schon einen SVC (Super Van Conversion) oder evtl. einen Camper von einem anderen Vermieter sein.

Wir sind in diesen 19 Tagen 3280 km gefahren, die Fahrzeit betrug 58 Stunden und 28 Min.

Zuletzt noch eine Story in eigener Sache

Wer bin ich:      Wann und wo genau ich gezeugt und geboren bin, weiss ich nicht, (heute wäre es sicher China)aber im Mai 1988 wurde ich aus einen Gestell in Vaucher Sportladen in Bern von meinem heutigen Besitzer, zum Preis von ca. Fr.78.00, adoptiert um die erste grosse Reise nach USA zu machen. Mein Name ist Lowa Alpine, ich gehöre zur Gattung, Belly Bag, Buchtäschli, Hüfttasche je nach Land, und meine Farbe war mal marineblau. Ich besitze drei Reissverschlüsse und habe sehr viel Platz, soviel wie man für eine Reise braucht. (Fotos Täschli) Bis zu drei Geldbeutel, den Reisepass, ein Sackmesser, ein Geld und Reisepapierfach, sogar ein neues grosses Smartphone hat Platz usw…


Jetzt bin ich 35 jährig und habe schon viele Länder bereist, am meisten bin ich in Canada gewesen. Ich hätte viele Geschichten zu erzählen, vielleicht mehr als mein Besitzer, aber da ich stumm bin bleiben diese Geschichten für immer verschlossen. Oft liege ich Wochenlang leere zu Hause rum und muss warten bis mein Besitzer mich umschnallt und mit den nötigen Reiseutensilien füllt. Dann weiss ich jetzt geht es los, und ich hoffe es ist mehr als nur einen Wochenende Ausflug den ich liebe lange Reisen. Auch wenn ich bei diesen Reisen zum Teil strapaziert werde, liege im Fussraum, liege hinter dem Fahrersitz, werde eingeklemmt das alles nehme ich ohne Kauf ohne mich zu beklagen, dafür bin ich dann auch dabei wenn es mal in ein nobles Restaurant geht, dort bin ich dann an der Front wenn es ums zahlen geht.  Ich bin oft auf Fotos zu sehen, aber leider nie im Mittelpunkt. Ich habe auch schon gehört wie die Frau vom Besitzer der Meinung war es wäre doch Zeit ein neues Buchtäschli zu kaufen, es waren auch schon welche zur Auswahl da, aber mein Besitzer war der Meinung, dass die Neuen mit mir nicht mithalten können. Kürzlich war es doch knapp, einer der Reissverschlüsse streikte, da hörte ich mein Besitzer sagen, „Jetzt scheint doch das Ende gekommen zu sein, ich versuche den Reisverschluss noch zu retten, wenn das nicht geht braucht es doch was Neues“ Ich habe mich angestrengt und tatsächlich mit ein wenig handwerklichem Geschick konnte der Reissverschluss wieder in Gang gesetzt werden. Was für ein Glück für mich so konnte ich doch zum x-ten Male nach Canada reisen und hoffe es ist nicht meine letzte Reise. Was ich nach erwähnen möchte, in all den 35 Jahren war ich dem Besitzer zu 100% treu war nie an einem anderen Bauch gewesen, und die Gurtlänge hat sich auch kaum verändert. Ich bin meiner Wichtigkeit bewusst, den ich hüte Geld und Ausweise sollte ich weg sein dann gibt es Ärger. Bin ich auf der Reise nicht gerade auffindbar, steigt schnell mal der Puls vom Besitzer, so z.B. 2012 am letzten Tag vor der Rückreise aus dem Yukon in Whitehorse, da hat mich der Besitzer mit allen Reiseunterlagen und Pässe in den Washroom von einen Rest liegen lassen, ein anderer Besucher hat mich gefunden und an der Theke abgegeben. Mit erhöhtem Puls ist den mein Besitzer zurückgekommen und hat mich voll Freude wieder in Empfang genommen. Ich freue mich auf viele weitere Abenteuer.

Euer Belly Bag Lowa Alpine

 

Übernachtung/Campingplätze

Datum

Wo

Preis

Bewertung/Ausrüstung

29.09

Best Western Plus Airport

180.00

Zimmer gut, Frühstück ungenügend

30.09

PP Perquile

52.00

Schöner Platz direkt am Lake Ontario

EL,FBT, FW, FT, SH,

01.10

PP Perquile

52.00

Schöner Platz direkt am Lake Ontario

EL,FBT, FW, FT, SH,

02.10

PP Charleston Lake

58.00

Schöner Platz direkt am Lake Charleston, teuer

EL,FBT, FW, FT, SH,

03.10

PP Charleston Lake

58.00

Schöner Platz direkt am Lake Charleston, teuer

EL,FBT, FW, FT, SH,

04.10.

Upper Canada Migratory Bird Sanctuary PP

62.00

Schöner Platz direkt in einem Naturschutzgebiet vom St. Lorenzstrom gelegen, sehr teuer

EL,FBT, FW, FT, SH,

05.10

Camping parc de la Gorge in Caticook

68.00

Schöner Platz direkt am Parc de Gorge gelegen sehr teuer, Idel um den Gorge zu besuchen

EL,FBT, FW, FT, SH,

06.10

The Mountain View Camping in Stratton Maine USA

32.00

Einfacher Platz zum Übernachten, Campsite ohne Service. FBT,SH,FT,

07.10.

SP The Blue Mountain  in Weld Maine

46.00

Schöner Platz mit ein paar Plätze welche EL haben

08.10

SP St George Lake

32.75

Schöner Platz direkt am See aber Nähe der Strasse. FT, SH,FBT

09.10.

Hadleys Campground Trenton

58.00

Grosser schöner Campingplatz kurz vor dem Acadia NP gelegen daher auch teuer. EL,FT,SH FBT

10.10.

Hadleys Campground Trenton

58,00

Grosser schöner Campingplatz kurz vor dem Acadia NP gelegen daher auch teuer. EL,FT,SH FBT

11.10.

Bradbury Mountain SP

27.25

Nahe der Strasse gelegener Campingplatz, einfach aber zweckmässig. SH,BK.

12.10

Beach Campground Conway

55.00

Grosser schöner Campingplatz direkt am Fluss kurz vor den White Mountains EL,FT,SH FBT

13.10

Hancock Campground nähe Lincoln White Forest SF

27.00

Nahe der Strasse gelegener Campingplatz, einfach aber zweckmässig. BK.

14.10

Campingplatz Pleasent Valley in Ryegate

36.80

Schöner ruhiger Platz direkt am See gelegen.

EL, FT SH

15.10

Pine Hollow Campground Pownal VT

50.00

Sehr schöner ruhiger Platz an einem Teich gelegen.FT,SH,FBT

16.10

Stysh,s Brown Barn Campground Boonville

25.00

Im Wald gelegener Campingplatz direkt am Fluss. FT, FH. EL (nur Bargeld)

17.10

Rideau Acres Campground

62.50

Grosser moderner Campingplatz, Stellplätze z.T. direkt am See gelegen. Eisenbahn in Hörweite! SH,FT,EL, FBT

18.10.

Indian Line Campground Brampton/Toronto

77.50

 

19.10

Buffalo Hotel The Edward

 

Hotel sehr zentral gelegen , altes Hotel neu gemacht, sehr ruhig und angenehm

20.10.

Airbnb Lucky Crystal Beach

 

Am Lake Erie Waterfrontside, Super sehr schön gelegen

21.10

Airbnb Lucky Crystel Beach

 

Am Lake Erie Waterfrontside, Super sehr schön gelegen

Legende: SF = State Forest / PP = Provincial Park / SP = State Park / NP = National EL= Elektrik /FBT = Fire Bit mit Tisch / FW = Firewood / FT = Flush Toilette / SH = Shower / BK= Blums Klo