Freitag, 4. September 2026

Teil 6 Glacier NP (USA) und Weiterreise zurück nach Kanada bis PP Wirting on Stone

 27. August: Wir waren letzte Nacht auf dem KOA Camping in East Glacier, da alle Campingplätze im Glacier NP ausgebaucht waren. KOA ist nicht so billig ($110.00) aber dafür bekommt man alles. Wir machen uns früh auf den Weg zum Logan-Pass in Glacier NP, wir haben geplant von dort zum Hidden Lake zu wandern. Der Himmel ist leicht mit Wolken überzogen, so dass es angenehm ist. Trotz der frühen Morgenstunde hat es schon unheimlich viel Touristen unterwegs. Wir machen unterwegs noch einen kurzen Stopp bei dem Outlook von Goat Island.


 


Danach geht es ab bis zum Logan-Pass auf 2200 m.ü.M. 




Wir sind nicht die einzigen welche diese Wanderung machen, entsprechend viel "Verkehr" hat es auf dem Trail.

Unterwegs begegnet uns noch ein Murmeltier. Nach 2.5km und knapp eine Stunde sind wir beim Outlook vom Hidden-Lake.





 Es ist immer wieder ein herrlicher Ausblick auf diesen See, obschon heute die Sonne nicht scheint. 



                                Video Trail Hidden Lake

Es ist unverkennbar, dass wir in der USA sind, uns ist ein Wanderer begegnet, der hat auf der Brust eine Bodycam, am Gürtel zwei Bärensprays und ein Schulterholster mit einer Pistole. Das macht Eindruck, so dass jeder in einem gesunden Abstand von diesen Turi geht. Alsbald machen wir uns auf den Rückweg, dort kreuzen such unsere Wege noch mit einer Bergziege.


Video Bergziege

Zurück beim Logan-Pass nehmen wir die atemberaubende Passstrasse Richtung West Glacier. 







Mit unsere Fahrzeugbreite von fast 2.4m gibt es ein paar Stellen wo das kreuzen nicht möglich ist.   Video Sun-Road Logan-Pass West Glacier  

Einen Zwischenstopp gibt es bei der Mc Donald Lodge, welche direkt am namengleichen See liegt. 

Angeblich wir dort mit Swiss-Chalet Style geworben, naja sowie Swissness ist da nicht ersichtlich.




Geplant wäre noch eine Wanderung beim Avalanche Creek gewesen, trotz der vielen Parkplätze ist es unmöglich einen Parkplatz zu finden. Es ist enorm wie viele Touristen dieser Park anzieht. Wir werden sicher nie mehr zu dieser Zeit diesen Park besuchen.

Für diese Nacht haben wir beim Fishcreek Campground vor zwei Tagen noch den letzten freien Platz gebucht. Der Campingplatz hat zwar keine Services aber dafür sehr ruhig gelegen.

 28. August: Wir gehen es ruhig an, unsere Nachbarin ist schon seit einer Zeit an ihrem morgendlichen Workout mit "Yogamätteli" und 10kg Hanteln. Ich stemme ein paar Butterbrote, (mit Meersalzbutter) einen Kaffee, dazu noch ein Müesli. Ich finde das ist auch ein gelungener Start in den Tag. Heute machen wir einen Abstecher nach Whitefish, dieser Ort ist berühmt für sein Downtown, welches im "old" Style gebaut ist und erhalten bleibt. Unterwegs in "Hungry Horse"


Es gibt es ein paar Trödlerläden welche wir besuchen und ein paar "alte" Andenken kaufen. Zugleich erfahren wir die Story von dem ungewöhnlichen Namen dieser Ortschaft. 




Übrigens sind wir hier im Huckleberry Land, es wird alles mit diesen Beeren vermischt, Schokolade, Wein, Bier, Milch u.s.w.
















Aufgetankt und der Kühlschrank nachgefüllt geht es nach Whitefish.

 

Wir finden Whitefish als einen "coolen" Ort, hier ist noch ein Stück real Montana vorhanden. Sogar ein Stück Schweizer Geschichte ist hier zu finden. 





Für die Nacht haben wir einen Campingplatz auf dem KOA Camping bei Whitefish gefunden.




29. August: In der Nacht hat es kurz mal geregnet, jetzt ist es soweit wieder trocken. Ich habe mein Frühstück umgestellt auf WASA Knäckebrot da auch hier in der USA keine Brotkultur vorhanden ist welche meinen Ansprüchen genügt. Gestern Abend haben wir für die kommenden zwei Nächte einen Campingplatz gebucht. Heute werden wir auf dem Glacier Medow RV Park sein und morgen sind wir im Glacier NP auf dem Many Glacier Camping, dort haben wir noch den letzten Platz ergattert. Bei den beiden andern grossen Campingplätzen im East Glacier NP gibt es eine ganz idiotische Reservationsregel. Zum einen kannst du nur mit einer Reservation auf den Camping fahren, was noch verständlich ist, zum andern kannst du nur eine Reservation machen mit Beginn des ersten Tages wo du auf den Camping gehst. Man kann heute nicht einen Platz z.B. für Morgen oder Übermorgen reservieren.  Wegen der grossen Nachfrage musst du kurz nach Mitternacht aufstehen damit du sicher für den aktuellen Tag einen Campingplatz hast. Nach dem Frühstück fahren in den untern Teil vom Glacier NP und zwar in das Two Medicine Lake Valley. 

Two Medicine Lake

Das ist eine wenige bekannt Gegend, trotzdem sind die Parkplätze am See fast kompl. belegt. Mit ein wenig Frechheit nehmen wir uns ein en Parkplatz.












Geplant eine Wanderung zum Aster Fall und zurück, das sind knapp 4,5 km. 


Asterfall

Anstatt vom Wasserfall wieder zurück zu gehen entschliessen wir uns noch die 5km bis zum oberen Ende des Sees zu wandern. Von dort gibt es ein Shuttleschiff welches zum Parkplatz zurückfährt. Wir verpassen das Schiff um ein paar Minuten, das nächste geht erst wieder in 1.1/2 Stunden. Beim Schiffsteg steht gross geschrieben, dass es für die Rückfahrt ein gültiges Ticket braucht und dass es keinen Ticketverkauf auf den Schiff gibt. Da wir die Wanderung so nicht geplant haben, haben wir auch kein Ticket. Wir beraten uns und prüfen unser Optionen, 1.5 Stunden warten auf das Schiff und dann mit dem "Pilot" verhandeln, dass es uns ohne gültiges Ticket mitnimmt. Ich habe noch 80 USD als Notgroschen als Cash dabei, ob das reicht als Bestechung?  Während unserer Beratung taucht urplötzlich ein Moose am Seeufer auf.


Der nimmt es gemütlich, spaziert am Ufer entlang und zweigt kein grösseres Interesse an uns. Aber gleichwohl ist Vorsicht geboten, da er nur wenige Meter von uns weg ist. Der dreht ein paar "Runden" und zeiht sich dann wieder in Wald zurück. 

Video Moose1     Video Moose 2   Video Moose 3

Wir haben uns entschlossen den North Shore Trail zu nehmen und so zurück zum Parkplatz zu wandern. Aus den ursprünglichen 4.5km wurden es dann 15km.  Video Trail around the Lake  Es ist schon 18:30 als wir beim Camper zurück sind. Wir haben noch 30 Min Fahrt vor uns um zum Campingplatz zu kommen, zum z,Nacht gibt es zum 2. mal Reste. (Gewärmte Spagetti mit Gemüsesauce) Aber morgen wird wieder Fleisch eingekauft.

Wenigstens haben wir auf dem Campingplatz ein anständiges W-Lan.

30.August: Dieser Tag ist schnell erzählt, es hat schon in der Nacht  begonnen zu regnen, gemäss Wetterbericht wird dieser Regen auch noch den ganzen Tag anhalten. Wir haben für heute Abend einen Campingplatz auf dem Many Glacier Campground gebucht. Many Glacier ist ein ein 30km langes Tal welches zu Bergseen im Glacier NP führt. Auf der Hinfahrt erreichen uns auf dem Hwy 89 doch noch ein paar Sonnenstrahlen Video Hwy 89 Aber wie weiter wir in den Park fahren umso schlechter wird das Wetter, auf den Bergspitzen zeichnet sich sogar Neuschnee ab, es ist entsprechend kalt .Gleichwohl wird draussen gekocht. Video Kochen im Regen Gemäss Wetterbericht wird morgen wieder die Sonne scheinen, so dass wir eine Wanderung machen können.

31. August: Die Nacht war echt frisch um es milde auszudrücken, gottlob hat unsere Camper eine gute Heizung, damit wir unsere Wohnzimmer auf 18 Grad erwärmen können. Das Wetter hält, die Wolken sind verzogen und es strahlt die Sonne. Kurz vor 9 machen wir uns mit dem Camper auf den Weg einem Trailhead welcher zum Grinell Lake führen würde. Keine Chance um die Zeit noch einen der hundert Parkplätze zur bekommen, es ist der Wahnsinn wie viel Leute um diese Zeit schon unterwegs sind. Dann ist Plan B angesagt, dass ist eine wenige populäre Wanderung zum Redrock Lake und dann noch weiter zum Redrock Falls. Bei diesem Trailhead ist ein neuer grosser Park eröffnet worden und wir finden dort noch einen Platz.


Der gut unterhaltenen Weg für meist zu bewaldetes Gebiet, dass ist ganz angenehmen, so dass die "frische Brise" hier einem nicht so um die Ohren zieht. 




Nach 3km erreichen wir den Redrock Lake und dahinter gleich die Redrock Falls. 



Redrock Falls
                                                              
                                                          Video Trail to Redrock Falls

Kurz nach Mittag sind wir wieder zurück, jetzt ist auch der letzte Parkplatz besetzt und es kurven ganz viele Autos rum um einen Parkplatz zu ergattern. Video Parkplatz voll  Um unsere Planung zu machen müssen wir den Park verlassen und die 30km bis zum Hwy fahren. Ein Teil der Strasse ist ungeteert und in einem desolaten Zustand. Es ist schon fast eine Zumutung mit einem Camper hier zu fahren.

Video Gravelroad     Video Exit from Glacier NP

 VIDEO In Babb (Hwy 89) angekommen, planen wir weiter und entscheiden uns nach St Mary zurück zufahren und auf dem St Mary Camping einen Platz zu nehmen.

Lake Shareburne

St Mary ist der grösste Camping in Glacier NP. Im späten Nachmittag machen wir noch einen Spaziergang zum Flussufer und werden von einer Schwarzbärenmutter mit zwei Jungen überrascht. Video Blackbaer and Cubs


















Zusätzlich sehen wir auf den Bäumen am Wasser noch ein Osperey der nach Fischen jagt.

Osperey

Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende bei wunderbaren Wetter

Fussnote: Hier in der USA kann man in dem Supermarkt Alkohol kaufen, (im Gegensatz zu Kanada) aber mit der Einschränkung erst ab 5 Uhr Nachmittag, zuvor sind die Regale mit Alkohol abgesperrt. Diese Regelung gilt allerdings nur so lange wir im Blackfeet (Indianer) Reservat sind.

Man kann sich jetzt selber einen Reim machen warum erst ab 5 Uhr Nachmittags Alkohol verkauft wird. Auch nach 5 Uhr musste ich meinen Ausweis zeigen. :-)


 



01.September: Da der Glacier NP auf ca. 1700 m.ü.M liegt werden die Nächte immer kälter, das bedingt, dass wir am Morgen unser Wohnzimmer heizen müssen. Nach dem Frühstück machen wir uns an die Planung der nächsten Tage.


Schlussendlich kommen wir zu einer Einigung. Heute fahren wir auf den Primitivcamping „Belly River“ dieser liegt 25 Min von Waterton Town weg und morgen geht’s dann für zwei Nächte in den PP Wirting on Stone. Wegen dem heutigen Grenzübertritt von USA nach Kanada haben wir unsere Vorräte fast aufgebraucht. Wie sich bei der Einreise nach Kanada zeigt wäre, dass alles nicht nötig gewesen, wir werden nur nach Waffen und Feuerholz befragt. Destotrotz ist unser Kühlschrank leer, so dass wir nach dem Mittag den Belly River CC verlassen und nach Waterton fahren.

Was für eine Überraschung, nahe beim Parkein- und Ausgang ist wieder der Schwarzbär auf der Strasse. Vermutlich der gleiche wie vor einer Woche als wir Waterton verlassen haben.

Video Blackbaer on the Road




 Die Touristenmetropole ist nicht sehr bevölkert, so dass wir es richtig geniessen können. Was uns überrascht ist, dass es nur einen Lebensmittelladen gibt welcher nur ein sehr bescheidenes Sortiment an frischen Lebensmitteln hat. So gibt es ein bescheidenes Nachtessen, Tortilla Fladenbrot mit Rangerwürstli vom Grill, zum 2 Gang Tortilla Fladenbrot mit Spiegelei. Dazu einen russischen Salat. Da muss für heute reichen. Aber vor dem Nachtessen machen wir noch ein Abstecher zum Bison Padook. Das ist ein 100ha grosses Gebiet wo eine ca. 30-köpfige Bisonherde lebt. Es für eine Naturstrasse durch das Gebiet und mit etwas Glück begegnet man der Herde.




Das Glück ist heute auf unserer Seite die Bisonherde weidet nahe der Gravelroad, so das wir einige Aufnahme machen können.      Video Bison on Gravelroad         Video Bison1

Später nach dem essen bekommen wir noch besuch von einen Park Ranger der erkundigt sich ob wir einen „Homeless“ (Obdachloser) gesehen hätten. Ja das heben wir heute kurz bevor wir nach Waterrton abgefahren sind, er hat uns um Wasser gebeten und wir haben im zwei 0.5l Flaschen gegeben, aber seit wir zurück sind haben wir in nicht mehr gesehen. Sobald die Sonne hinter den Bergen verschwindet wird es frisch und später schon bald kalt.

02. September: Dieser Tag ist schnell erzählt, die Nacht war sehr ruhig auf diesem Primitivcamping. Heute ist ein Reisetag, wir fahren via Lethbridge zum PP Writing on Stone, das ergibt ca. 250km und reine Fahrzeit von 4 Stunden.


Zuerst über den Hwy 5 Richtung Osten bis Lethbridge. Dort machen wir einen längeren Stopp um Diverses einzukaufen. Neben Kleider, Alkohol (Bier, Wein und Whisky) und WC Papier müssen wir für die nächsten Tag auch Lebensmittel einkaufen. Der Kühlschrank ist leer dementsprechend ist der Einkauf umfassend. 



Wir kennen Lethbridge von früheren Aufenthalten recht gut, Jan hat hier 6 Jahre an der University of Lethbridge verbracht. Im späten Nachmittag geht es weiter auf dem Hwy 4 Richtung Süd-Osten. Die ganze Strecke führt durch den Süden von Alberta, auf der 150km langen Strecke gibt es rechts und links nur Gersten- und Rapsfelder welche bis zum Horizont reichen. Die Grossen Mähdrescher welcher zur Zeit die Gerste ernten sind nur kleine Punkte in den riesigen Felder.



Die Strasse wird ab uns zu gesäumt von überdimensionalen Silos wo das Getreide eingelagert und oder auf der Eisenbahn verladen wird. Video Hwy 4 East Schon krass, man fährt 2 Stunden auf dem Hwy ohne dass sich das Bild der Landschaft ändert. Kurz nach Milk River, das liegt 40km vor unserem Ziel, geraten wir in ein heftiges Gewitter welches mit Starkregen und gewaltigen Windböen über die Prärie zieht. Truck überholen ist nicht mehr ganz so einfach. Video Hwy 4 East Truck passing Unser Camper wird heftig durchgeschüttelt, wir entschliessen uns in Milk River anzuhalten und das Gewitter vorbei ziehen zu lassen. 



Kurz von 19.00 haben wir unser Tagesziel erreicht.

Der Sturm hat sich weitgehend verzogen, so dass das z,Nacht draussen stattfindet. Menu ist Lachs mit Sweet Potatoes und Zucchini und das alles vom Grill. Trotz Regen gibt es auch hier immer noch ein Feuerverbot.


03. September: Es hat zwar die ganze Nacht gewindet, aber sonst was es sehr ruhig hier. Frühstück gibt es ab 09:00.

Anschliessend machen wir uns auf den Hodoo Trail und erkunden die Gegend welche an die Badlands erinnert. 






Überall gibt es Sandsteinformationen und daraus entstehen dann Hodoos. Das sind Sandsteinsäulen welche meist einen Hut aus Stein haben. Ganz am Ende von dem Trail sind Felsenzeichnungen zu bestaunen welche aus dem 18 Jahrhundert stammen. Die damaligen Bewohner von diesem Land waren die Blackfeet Indianer. Ihnen gehört hier immer noch ein grosser Teil von dem Land und sie haben Einfluss auf das geschehen hier. Der PP Wirting on Stone hat den Namen 1934 erhalten wegen diesen Felsenzeichnungen.

Seit den 80 ziger Jahren gilt der Park als UNESCO Kulturerbe. Dieser Park ist auch einer der ältesten PP. Die Felsenzeichnungen sind von Auge noch gut erkennbar, aber schwierig zu fotografieren das die Konturen nur noch schwach sichtbar sind. 





Die Felsenzeichnung stellt ein Battlefield nach. Anfangs Nachmittag sind wir zurück beim Camping. 













Es wieder mal Zeit eine warme Dusche zu nehmen und anschliessend müssen wir den Frischwassertank befüllen und die zwei Schmutzwassertanks entleeren.  Nach einem Abstecher zum sehr informativen Visitor Center, ist es schon Zeit um ein frühes Nachtessen zuzubereiten. Salat und Truten Schnitzel stehen auf dem Speiseplan. Die Sonne scheint zwar den ganzen Tag, aber es geht ein lästiger Wind, welcher Böen weise über den Campingplatz zeiht. 

Der Wirting on Stone PP gilt als Rattlesnakecounthy, wir wird der Bärenspray nicht mehr benötigt. Wir lassen den Tag in aller Ruhe ausklingen. 
Schon Morgen geht es weiter Richtung Patrica wo am Wochenende das jährliche Rodeo stattfindet.





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